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15Jun

Stadtradeln 2017 – Radtour

Veitshöchheim nimmt auch 2017 wieder am Stadtradeln teil. Mit dabei ist auch wieder das Team Grüne, das bisher zweimal den ersten und einmal den zweiten Platz belegte.

Am Sonntag, den 2. Juli findet eine Radtour des Teams Grüne statt, es geht dabei durch Nachbargemeinden. An verschiedenen Stationen gibt es interessante Informationen, die Details finden sie   hier

Natürlich kann Jede und Jeder mitfahren, egal ob Stadtradler und egal aus welchem Team, km sammeln Sie natürlich für Ihr eigenes Team.


23Mai

Gisela Sengl in der Landesanstalt

Besuch bei der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöcheim

von links: Christina Feiler (OV Veitshöchheim, Vorsitzende und Gemeinderätin), Dr. Iris Eisenmann – Tappe (OV Ochsenfurt, Vorsitzende), Gisela Sengl (MdL), Kerstin Celina (MdL)

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von links: Kerstin Celina, Hermann Kolesch, Gisela Sengl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Hier wird ja an einer unglaublichen Fülle von Themen rund um den Wein- und Gartenbau gearbeitet ” lobte Gisela Sengl, agrarpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion bei einem Besuch an der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim. Ob Wein oder Kräuter, ob Gemüse oder Zierpflanzen, ob Klimaverträglichkeit von Bäumen, hier wird wirklich sehr engagiert geforscht, bestätigte ihre Grüne Landtagskollegin Kerstin Celina. Wichtig sei es aber auch, betonte der Leiter der Landesanstalt, Dr. Hermann Kolesch, dass Forschungsergebnisse richtig umgesetzt würden. “Wir reden gerade sehr viel darüber, wie wichtig Bäume für das Stadtklima sind, und es ist wichtig herauszufinden, welche Bäume in den Innenstädten auch bei einem heißeren städtischen Klima unter ungünstigen Rahmenbedingungen besonders gut wachsen.

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von links: Gisela Sengl, Christina Feiler, Dr. Iris Eisenmann – Tappe, Kerstin Celina, Hermann Kolesch

Aber dazu zählt auch, dass diese Bäume richtig gegossen werden, denn ‘viel hilft viel’ gilt hier nicht. Man muss den Wurzeln auch die Möglichkeit geben, das vorbeifließende Wasser aufnehmen zu können”. Christina Feiler, Gemeinderätin und Behindertenbeauftragte in Veitshöchheim, bezeichnete die Landesanstalt als eine Institution, deren Ergebnisse nicht nur weit über Veitshöchheim hinsusragen, sondern auch in Veitshöchheim direkt ankommen: “Viele Veitshöchheimer machen sich jedes Jahr wieder am Tag der offenen Tür auf den Weg zu ‘ihrer’ Landesanstalt und setzen die Ergebnisse zuhause um”. Einen weiteren Besuch an der Landesanstalt planen die Grünen am 19.6., um sich explizit über das Thema Bienen und Krankheiten zu informieren. Wer mit möchte, ist herzlich eingeladen und kann sich bei Christina Feiler oder bei Kerstin Celina anmelden.

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von links: Christina Feiler, Dr. Iris Eisenmann – Tappe, Hermann Kolesch, Gisela Sengl, Kerstin Celina

 

23Apr

Schöner Ausflug des Kreisverbandes

Fahrt zum Schachblütenfest nach Obersinn

 

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drei VeitshöchheimerInnen gesellten sich im Zug zu den anderen sechs TeilnehmerInnen. Gemeinsam ging es mit dem Zug nach Obersinn und dann weiter mit einem Planwagen zum Festplatz.

DSC00207  Übersicht über die Verbreitung der Schachblume

 

 

 

 

Wir nahmen an einer von vielen Schachblumenführungen teil, auf die ebenfalls angebotene Bieberführung verzichteten wir.

Ein schöner Ausflug, gute Gespräche und eine gute Stimmung, es hat sich gelohnt.

18Apr

Veranstaltung – Afghanistan

Afghanistan ist kein sicheres Land!

Vortrag von Erik Marquardt

 

Fotograf und Grünen-Politiker Marquardt kritisiert in Würzburg Abschiebepraxis nach AfghanistanBundestagsdirektkandidat Martin Heilig begrüßte die Gäste und stellte die zentrale Frage: „Können wir es verantworten, Menschen dahin abzuschieben?“. Die grüne Antwort darauf ist ein eindeutiges „Nein“, stellte er fest und leitete damit zu Erik Marquardt über, der in den letzten beiden Jahren über 20-mal auf der von Flüchtlingen genutzten Balkanroute und in Afghanistan unterwegs war.Mit erschütternden Bildern und in einem engagierten Vortrag schilderte er seine Eindrücke. Dazu gesellten sich Fakten über Land und Leute, sowie Aussagen zur Flüchtlingssituation. Grundsätzlich sei festzustellen, so Marquardt, dass nur ein Bruchteil der Geflüchteten überhaupt nach Europa gekommen ist. Viele Afghanen sind in den Iran oder nach Pakistan geflohen, doch auch innerhalb des Landes seien viele Menschen auf der Flucht. Viele zieht es in die scheinbar sichere Hauptstadt Kabul, was die Lebensbedingungen der Menschen drastisch verschlechtere, „da Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit stark zunehmen“. Wie die Sicherheitslage wirklich ist, verdeutlichte Marquardt an den vielen Hubschraubern, die bei der Landung einer ausländischen Maschine am internationalen Flughafen in Kabul auf die Passagiere warten, um sie an ihren eigentlichen Aufenthaltsort zu bringen. Eine Fahrt auf dem Landweg wäre schlicht zu gefährlich, so der Fotograf. „Wenn man überleben will, fliegt man besser“. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der getöteten Zivilisten um über 74 % gestiegen, zitierte Marquardt offizielle Zahlen der UN über Kabul.Viele Gebiete im Land werden von den Hilfsorganisationen nicht mehr erreicht, da eine sichere Fahrt dorthin nicht möglich sei. Es herrsche nur noch eine scheinbare Sicherheit. „Über 10 % der Afghanen haben innerhalb der letzten 40 Jahre Kriegsverletzungen erlitten“, so Marquardt. Es gebe einen hohen Drogenkonsum und die Korruption in Afghanistan sei eine der weltweit höchsten. Und das bei einem sehr geringen Verdienst der Menschen. Marquardt: „Der Durchschnittslohn liegt gerade mal bei 500 Euro im Jahr.“ Viele Menschen verdingten sich als Tagelöhner für ungefähr 1 Euro am Tag. Es gebe schon deshalb immer mehr kriminelle Banden. Minderheiten wie der Stamm der Hazara würden gnadenlos verfolgt und getötet, entgegen den Beteuerungen des Bundesinnenministeriums.

Vor all diesen Hintergründen sei es unmöglich, Afghanistan als sicheres Land zu bezeichnen, resümierte Marquardt, der selbst während seiner Aufenthalte mehrfach bedroht und in Angst versetzt wurde.

Martin Heilig forderte unmissverständlich, dass die derzeitige Abschiebepraxis der Bundesregierung ausgesetzt werden muss und die Sicherheitslage in Afghanistan neu beurteilt werden müsse. „Afghanistan ist für niemanden ein sicheres Land, die Abschiebungen sind unmenschlich“. Außerdem forderte er die bayerische Staatsregierung auf, ihren Spielraum zu nutzen und jetzt schon die Abschiebungen aus humanitären Gründen auszusetzen. Weiterhin dürften Rücknahmeabkommen mit Afghanistan nicht an finanzielle Bedingungen geknüpft werden. Das Land sei abhängig von internationaler Unterstützung. Mehr als die Hälfte des Staatshaushalts Afghanistans werde über ausländische Mittel finanziert, verdeutlichte Heilig die Abhängigkeit des Landes.

In der anschließenden Diskussion wurde offensichtlich, dass viele Menschen die Abschiebepraxis nicht gutheißen. Einige mutmaßten, dass man aus rein populistischen Gründen nach Afghanistan abschiebe, um Kritik und Druck aus rechtskonservativen Kreisen zu begegnen. Ein anerkannter afghanischer Flüchtling berichtete von seinem Freund, der abgeschoben worden war und von dessen derzeitigen „Leben“ in der alten Heimat. Dies war mehr als erschütternd. Mehrere Besucher erzählten von ihren Aufenthalten in dem Land am Hindukusch und konnten die Aussagen von Marquardt nur bestätigen. Auch ein ehemaliger Bundeswehrsoldat, der in Afghanistan im Einsatz war, meldete sich zu Wort. Er stellte fest, dass das hohe Ansehen der Deutschen in Afghanistan mit der Beendigung des Einsatzes im Land schwer beschädigt ist, und fragte nach, welche Antwort die Grünen darauf haben. „Eine humane Flüchtlingspolitik ist das, was wir vor allem jetzt leisten müssen. Afghanen die in Deutschland ausgebildet werden, könnten die besten Entwicklungshelfer der Zukunft sein“, waren sich Martin Heilig und Erik Marquardt einig.

Martin Heilig erinnerte zum Schluss an die jeden Montag ab 17:30 Uhr stattfindende Mahnwache gegen Abschiebungen am Vierröhrenbrunnen und forderte alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich daran zu beteiligen: „Je mehr wir sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich etwas ändert.“

Bundestagsdirektkandidat Martin Heilig begrüßte die Gäste und stellte die zentrale Frage: „Können wir es verantworten, Menschen dahin abzuschieben?“. Die grüne Antwort darauf ist ein eindeutiges „Nein“, stellte er fest und leitete damit zu Erik Marquardt über, der in den letzten beiden Jahren über 20-mal auf der von Flüchtlingen genutzten Balkanroute und in Afghanistan unterwegs war.

Mit erschütternden Bildern und in einem engagierten Vortrag schilderte er seine Eindrücke. Dazu gesellten sich Fakten über Land und Leute, sowie Aussagen zur Flüchtlingssituation. Grundsätzlich sei festzustellen, so Marquardt, dass nur ein Bruchteil der Geflüchteten überhaupt nach Europa gekommen ist. Viele Afghanen sind in den Iran oder nach Pakistan geflohen, doch auch innerhalb des Landes seien viele Menschen auf der Flucht. Viele zieht es in die scheinbar sichere Hauptstadt Kabul, was die Lebensbedingungen der Menschen drastisch verschlechtere, „da Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit stark zunehmen“. Wie die Sicherheitslage wirklich ist, verdeutlichte Marquardt an den vielen Hubschraubern, die bei der Landung einer ausländischen Maschine am internationalen Flughafen in Kabul auf die Passagiere warten, um sie an ihren eigentlichen Aufenthaltsort zu bringen. Eine Fahrt auf dem Landweg wäre schlicht zu gefährlich, so der Fotograf. „Wenn man überleben will, fliegt man besser“. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der getöteten Zivilisten um über 74 % gestiegen, zitierte Marquardt offizielle Zahlen der UN über Kabul.

Viele Gebiete im Land werden von den Hilfsorganisationen nicht mehr erreicht, da eine sichere Fahrt dorthin nicht möglich sei. Es herrsche nur noch eine scheinbare Sicherheit. „Über 10 % der Afghanen haben innerhalb der letzten 40 Jahre Kriegsverletzungen erlitten“, so Marquardt. Es gebe einen hohen Drogenkonsum und die Korruption in Afghanistan sei eine der weltweit höchsten. Und das bei einem sehr geringen Verdienst der Menschen. Marquardt: „Der Durchschnittslohn liegt gerade mal bei 500 Euro im Jahr.“ Viele Menschen verdingten sich als Tagelöhner für ungefähr 1 Euro am Tag. Es gebe schon deshalb immer mehr kriminelle Banden. Minderheiten wie der Stamm der Hazara würden gnadenlos verfolgt und getötet, entgegen den Beteuerungen des Bundesinnenministeriums.

Vor all diesen Hintergründen sei es unmöglich, Afghanistan als sicheres Land zu bezeichnen, resümierte Marquardt, der selbst während seiner Aufenthalte mehrfach bedroht und in Angst versetzt wurde.

Martin Heilig forderte unmissverständlich, dass die derzeitige Abschiebepraxis der Bundesregierung ausgesetzt werden muss und die Sicherheitslage in Afghanistan neu beurteilt werden müsse. „Afghanistan ist für niemanden ein sicheres Land, die Abschiebungen sind unmenschlich“. Außerdem forderte er die bayerische Staatsregierung auf, ihren Spielraum zu nutzen und jetzt schon die Abschiebungen aus humanitären Gründen auszusetzen. Weiterhin dürften Rücknahmeabkommen mit Afghanistan nicht an finanzielle Bedingungen geknüpft werden. Das Land sei abhängig von internationaler Unterstützung. Mehr als die Hälfte des Staatshaushalts Afghanistans werde über ausländische Mittel finanziert, verdeutlichte Heilig die Abhängigkeit des Landes.

In der anschließenden Diskussion wurde offensichtlich, dass viele Menschen die Abschiebepraxis nicht gutheißen. Einige mutmaßten, dass man aus rein populistischen Gründen nach Afghanistan abschiebe, um Kritik und Druck aus rechtskonservativen Kreisen zu begegnen. Ein anerkannter afghanischer Flüchtling berichtete von seinem Freund, der abgeschoben worden war und von dessen derzeitigen „Leben“ in der alten Heimat. Dies war mehr als erschütternd. Mehrere Besucher erzählten von ihren Aufenthalten in dem Land am Hindukusch und konnten die Aussagen von Marquardt nur bestätigen. Auch ein ehemaliger Bundeswehrsoldat, der in Afghanistan im Einsatz war, meldete sich zu Wort. Er stellte fest, dass das hohe Ansehen der Deutschen in Afghanistan mit der Beendigung des Einsatzes im Land schwer beschädigt ist, und fragte nach, welche Antwort die Grünen darauf haben. „Eine humane Flüchtlingspolitik ist das, was wir vor allem jetzt leisten müssen. Afghanen die in Deutschland ausgebildet werden, könnten die besten Entwicklungshelfer der Zukunft sein“, waren sich Martin Heilig und Erik Marquardt einig.

Martin Heilig erinnerte zum Schluss an die jeden Montag ab 17:30 Uhr stattfindende Mahnwache gegen Abschiebungen am Vierröhrenbrunnen und forderte alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich daran zu beteiligen: „Je mehr wir sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich etwas ändert.“

 

Große Diskussionen gibt es derzeit über die Abschiebepraxis von abgelehnten Asylbewerbern nach Afghanistan. Nach Einschätzung der Bundesregierung gibt es im Norden Afghanistans und in Kabul so sichere Gebiete, dass dorthin nach Bundesinnenminister de Maizière „verantwortungsvoll“ abgeschoben werden könne. Wie die Strukturen und die Situation tatsächlich sind, darüber informierte der Fotograf Erik Marquardt bei seinem Vortrag im Felix-Fechenbach-Haus. Eingeladen hatten Bündnis 90/Die Grünen in Stadt und Landkreis Würzburg und der Saal war rappelvoll. Gut 150 Gäste waren gekommen, darunter auch viele Afghanen sowie ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen.

Bundestagsdirektkandidat Martin Heilig begrüßte die Gäste und stellte die zentrale Frage: „Können wir es verantworten, Menschen dahin abzuschieben?“. Die grüne Antwort darauf ist ein eindeutiges „Nein“, stellte er fest und leitete damit zu Erik Marquardt über, der in den letzten beiden Jahren über 20-mal auf der von Flüchtlingen genutzten Balkanroute und in Afghanistan unterwegs war.

Mit erschütternden Bildern und in einem engagierten Vortrag schilderte er seine Eindrücke. Dazu gesellten sich Fakten über Land und Leute, sowie Aussagen zur Flüchtlingssituation. Grundsätzlich sei festzustellen, so Marquardt, dass nur ein Bruchteil der Geflüchteten überhaupt nach Europa gekommen ist. Viele Afghanen sind in den Iran oder nach Pakistan geflohen, doch auch innerhalb des Landes seien viele Menschen auf der Flucht. Viele zieht es in die scheinbar sichere Hauptstadt Kabul, was die Lebensbedingungen der Menschen drastisch verschlechtere, „da Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit stark zunehmen“. Wie die Sicherheitslage wirklich ist, verdeutlichte Marquardt an den vielen Hubschraubern, die bei der Landung einer ausländischen Maschine am internationalen Flughafen in Kabul auf die Passagiere warten, um sie an ihren eigentlichen Aufenthaltsort zu bringen. Eine Fahrt auf dem Landweg wäre schlicht zu gefährlich, so der Fotograf. „Wenn man überleben will, fliegt man besser“. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der getöteten Zivilisten um über 74 % gestiegen, zitierte Marquardt offizielle Zahlen der UN über Kabul.

Viele Gebiete im Land werden von den Hilfsorganisationen nicht mehr erreicht, da eine sichere Fahrt dorthin nicht möglich sei. Es herrsche nur noch eine scheinbare Sicherheit. „Über 10 % der Afghanen haben innerhalb der letzten 40 Jahre Kriegsverletzungen erlitten“, so Marquardt. Es gebe einen hohen Drogenkonsum und die Korruption in Afghanistan sei eine der weltweit höchsten. Und das bei einem sehr geringen Verdienst der Menschen. Marquardt: „Der Durchschnittslohn liegt gerade mal bei 500 Euro im Jahr.“ Viele Menschen verdingten sich als Tagelöhner für ungefähr 1 Euro am Tag. Es gebe schon deshalb immer mehr kriminelle Banden. Minderheiten wie der Stamm der Hazara würden gnadenlos verfolgt und getötet, entgegen den Beteuerungen des Bundesinnenministeriums.

Vor all diesen Hintergründen sei es unmöglich, Afghanistan als sicheres Land zu bezeichnen, resümierte Marquardt, der selbst während seiner Aufenthalte mehrfach bedroht und in Angst versetzt wurde.

Martin Heilig forderte unmissverständlich, dass die derzeitige Abschiebepraxis der Bundesregierung ausgesetzt werden muss und die Sicherheitslage in Afghanistan neu beurteilt werden müsse. „Afghanistan ist für niemanden ein sicheres Land, die Abschiebungen sind unmenschlich“. Außerdem forderte er die bayerische Staatsregierung auf, ihren Spielraum zu nutzen und jetzt schon die Abschiebungen aus humanitären Gründen auszusetzen. Weiterhin dürften Rücknahmeabkommen mit Afghanistan nicht an finanzielle Bedingungen geknüpft werden. Das Land sei abhängig von internationaler Unterstützung. Mehr als die Hälfte des Staatshaushalts Afghanistans werde über ausländische Mittel finanziert, verdeutlichte Heilig die Abhängigkeit des Landes.

In der anschließenden Diskussion wurde offensichtlich, dass viele Menschen die Abschiebepraxis nicht gutheißen. Einige mutmaßten, dass man aus rein populistischen Gründen nach Afghanistan abschiebe, um Kritik und Druck aus rechtskonservativen Kreisen zu begegnen. Ein anerkannter afghanischer Flüchtling berichtete von seinem Freund, der abgeschoben worden war und von dessen derzeitigen „Leben“ in der alten Heimat. Dies war mehr als erschütternd. Mehrere Besucher erzählten von ihren Aufenthalten in dem Land am Hindukusch und konnten die Aussagen von Marquardt nur bestätigen. Auch ein ehemaliger Bundeswehrsoldat, der in Afghanistan im Einsatz war, meldete sich zu Wort. Er stellte fest, dass das hohe Ansehen der Deutschen in Afghanistan mit der Beendigung des Einsatzes im Land schwer beschädigt ist, und fragte nach, welche Antwort die Grünen darauf haben. „Eine humane Flüchtlingspolitik ist das, was wir vor allem jetzt leisten müssen. Afghanen die in Deutschland ausgebildet werden, könnten die besten Entwicklungshelfer der Zukunft sein“, waren sich Martin Heilig und Erik Marquardt einig.

Martin Heilig erinnerte zum Schluss an die jeden Montag ab 17:30 Uhr stattfindende Mahnwache gegen Abschiebungen am Vierröhrenbrunnen und forderte alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich daran zu beteiligen: „Je mehr wir sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich etwas ändert.“

 

 

 

 

06Apr

Aus dem Werkausschuss vom 5. April 2017

Auszug:

Einrichtung einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge

Nach mehreren Anläufen in Veitshöchheim eine Ladesäule für Elektroautos zu bauen hat nun der Werkausschuss dem Vorschlag des Klimamanagers Jan Speth zugestimmt. Die Ladesäule wird neben der Sozialstation entstehen, es können damit zwei Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden.

Die Zustimmung erfolgte einstimmig.

Die Grüne Fraktion begrüßt diese Entscheidung, da für den Klimaschutz Elektrofahrzeuge eine Chance darstellen, deren Verbreitung damit unterstützt wird.

06Apr

Aus dem Hauptausschuss vom 5. April 2017

Auszug:

1. Antrag auf Bezuschussung der Außenanlage des AWO – Kindergartens: “Das starke Kinderhaus”

Um den Hang zu stabilisieren und zu verhindern, dass Schlamm herabgespült wird und durch die ebenerdige Türe in den Kindergarten läuft müssen Sicherungsmaßnahmen erfolgen. Geplant sind L-Betonsteine, die Arbeit soll mit einem Fachmann, MitarbeiterInnen des Kindergartens und Eltern erfolgen. Der Hauptausschuss beschloss die Maßnahme mit 50%, maximal 4500€ zu bezuschussen.
Christina Feiler, grüne Gemeinderätin, stimmte dagegen, da sie argumentierte, dass es vielleicht auch andere Lösungen gäbe, mit weniger Beton, dafür unter dem Erhalt des Bewuchses und Neuanpflanzung, z.B. von Bodendeckern.

Da bereits mit der Maßnahme begonnen wurde, kam es zur Abstimmung.

Schade um die natürliche, grüne Hanganlage!

Die grüne Fraktion hofft, dass es auch bei der neuen Befestigung mit Betonsteinen möglich ist den Hang zu begrünen, was bei den zunehmend heißeren Sommern infolge des Klimawandels zur Abkühlung als dringend notwendig erscheint.

2. Bau von Vogelvolieren

Die Auffangstation für verletzte Greifvögel plant den Bau von Volieren für verletzte Greifvögel. Die Vögel sollen dem Wetter ausgesetzt sein um ein Auswildern zu erleichtern. Die Volieren sollen möglichst von Menschen abgeschirmt sein. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Die Grüne Fraktion freut sich darauf, diese wichtige Einrichtung in Veitshöchheim zu bekommen!

22Mrz

Aus der Gemeinderatssitzung vom 21.03.2017

Hier einige Auszüge:

1. Haushalt 2017 wurde einstimmig verabschiedet

In den Reden der Fraktionen und des Bürgermeisters waren sich alle einig, dass es wieder geglückt ist einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Hingewiesen wurde aber auch, dass verstärkt auf die Folgekosten von Investitionen geachtet werden muss. Details zum Haushalt finden Sie unter http://www.veitshoechheim-blog.de/2017/03/gemeinderat-verabschiedete-investiven-ausgeglichenen-28-7-mio.euro-haushalt-2017.html

Unterschiedliche Ansichten gab es vor allem zwischen CSU und Grünen im Bereich Klimaschutz!

Die grüne Fraktionsvorsitzende Christina Feiler wies auf deutschlandweit gestiegene CO2 – Emissionen, vor allem im Verkehr und dadurch auf die Bedeutung von CO2-mindernden Investitionen hin, der Fraktionsvorsitzende der CSU, Mark Zenner, dagegen zeigte, wie immer, deutlich seine Abneigung gegen energie- und klimapolitische Investitionen. So sprach sich Zenner dafür aus die Pflichtaufgaben der Gemeinde wie Straßensanierung energisch anzugehen, gleichzeitig qualifizierte er z.B. das Radroutenkonzept als unnötig ab. Wieder einmal zeigte sich damit die autofreudliche Haltung der CSU bzw. zumindest des Fraktionsvorsitzenden, nur Autoverkehr scheint für ihn Pflichtaufgabe de Gemeinde zu sein, nicht aber Fahrrad- und Fußgängerverkehr.

Feiler dagegen wies auf die Bedeutung des Klimaschutzes hin und auf die Auszeichnung, die Veitshöchheim erst in diesem Monat durch das Bundesumweltministerium erfahren hat als “Projekt des Monats im Bereich Klimaschutz”.

2. Wirtschaftsplan der Mainfrankensäle für 2017

der  Aufsichtsrat der Mainfrankensäle GmbH hatte den Plan bereits beschlossen, notwendig war deshalb noch die Zustimmung des Gemeinderates, da die Gemeinde 100% – iger Anteilseigner ist. Einstimmig wurde der Wirtschaftsplan angenommen.

3. Sanierung Mittelbau

Eine große Investition stellt 2017 die Sanierung des Mittelbaus dar, die Kosten haben sich durch gestiegene Anforderungen (wie Feuerschutz) und Wünsche auf 1,2 Millionen verdoppelt.

4. Geisberg – Badesaison 2017

Die Eintrittspreise bleiben auch 2017 unverändert, sie liegen im Mittelfeld vergleichbarer Bäder. An Schlechtwettertagen wird das Bad bereits um 12.00 Uhr statt bisher um 15.00 Uhr geöffnet.

5. Radroutenkonzept

das Radroutenkonzept wurde nach Entwurf durch Agenda 21, Bürgerbeteiligung, Überarbeitung durch Fachplaner und Abstimmung durch die Fraktionen angenommen. Wie schon zu erwarten war stimmte der Fraktionsvorsitzende der CSU, Mark Zenner, und ein Fraktionskollege dagegen, alle anderen stimmten dafür.
Das Radroutenkonzept zeigt Hauptrouten für Radfahrer in Veitshöchheim auf, dazu Maßnahmen für die Verbesserung des Radverkehrs. Ziel des Radroutenkonzeptes ist es, mehr Veitshöchheimer zum Umsteigen auf das Fahrrad zu bewegen und dabei für die Sicherheit vor allem von Kindern zu sorgen.

15Mrz

Grüne Anträge zeigen Wirkung

Veitshöchheim ist Projekt des Monats März 2017

Das Bundesministerium für Umwelt kürte Veitshöchheim zum “Projekt des Monats März”, es bezieht sich dabei auf die Vorreiterstellung Veitshöchheims im Klimaschutz.
Unter dem link:

https://www.klimaschutz.de/de/zielgruppen/kommunen/praxisbeispiele/projekt-des-monats

ist der Artikel dazu auf der homepage des Bundesumweltministeriums zu finden.

Die grüne Fraktion hat mit ihren Anträgen diese Entwicklung angestoßen, der Antrag auf ein Klimaschutzgutachten, der Antrag auf Einstellung eines Klimaschutzmanagers und viele Anträge im Details führten nun zu dieser Ehrung.

Wir freuen uns über die Bestätigung für unsere Arbeit!

 

Hier ein Ausschnitt aus der homepage des Bundesumweltminiteriums:

Projekt des Monats März 2017: Veitshöchheim

Veitshöchheim: Vorreiter im Klimaschutz in Unterfranken

 

 BMUBürgermeister, Klimaschutzmanager und örtlicher Fahrradhändler vereint: Ein Lasten-Ebike diente der Gemeinde zeitweise als “Dienstfahrrad”.

© Jan Speth

Erfolgreicher Klimaschutz ist keine Frage der Größe einer Kommune. Auch kleine Gemeinden können einen großen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten. Bestes Beispiel dafür ist die fränkische Gemeinde Veitshöchheim, die mit vielen Leuchtturmprojekten eine Vorreiterrolle in Unterfranken einnimmt. Möglich wurde das Engagement der Gemeinde auch durch das Bundesumweltministerium (BMUB), welches unter anderem die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes sowie die Stelle eines Klimaschutzmanagers gefördert hat. 

 

 

23Okt

Fairness fängt bei uns an

Veranstaltung mit Uwe Kekeritz
uwe-kekeritz 
Global denken, lokal handeln für die Eine Welt: MdB Uwe Kekeritz am 26.10.2016 in Veitshöchheim

„Entwicklungspolitik fängt bei uns vor der Haustüre an. Unsere Städte und Gemeinden können Politik mit dem Einkaufswagen machen“, ist der grüne Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz überzeugt.

„Wir tragen große Verantwortung, wenn Kinder in Steinbrüchen und Bergwerken ausgebeutet werden. Wenn Näher und Näherinnen ihre Familien aufgrund der miserablen Bezahlung nicht satt bekommen oder wenn aus Kostengründen die Umwelt gnadenlos zerstört wird. Zur Änderung dieser Verhältnisse sind sowohl die internationale Politik als auch wir vor Ort gefordert“, gibt Kekeritz zu bedenken.

Jede Kommune kann einen Beitrag für die „Eine Welt“ leisten. Städte und Gemeinden können positives Beispiel für ihre Bürgerinnen und Bürger sein, wenn sie nach ökologischen und sozialen Kriterien beschaffen. Und nicht nur das: Die Kommunen können entwicklungspolitische Bildungsarbeit leisten. Auch können sie durch Partnerschaften mit Kommunen aus Entwicklungsländern sowie durch die Integration der hier lebenden Migrantinnen und Migranten investieren und zugleich profitieren.

Bündnis 90/Die Grünen laden am 26.10.2016, 19:30 Uhr zum Vortrag von Uwe Kekeritz im Sitzungssaal des Rathauses in Veitshöchheim über sein Konzept der Fairen Kommune ein.

 

20Okt

Haushaltsantrag 2017

hier finden Sie den Haushaltsantrag als pdf:

Haushaltsantrag 2017

 

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