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07Jun

Zu den Inseln des Lebens

Grüne Exkursion in die Sächsenheimer Flur

Foto 1: Die Exkursionsteilnehmer in einem artenreichen Blühstreifen. © Werner Binnen

Der anspruchsvolle Titel, ein von Gerhard Klingler, Kreisobmann der Jäger, geprägter Ausdruck für intakte Lebensräume in der Agrarlandschaft, lockte auf Einladung der GRÜNEN Ochsenfurt einige Städter und Bauern gleichermaßen in den Ochsenfurter Gau.

Nach dem erfolgreichen Volksbegehren für den Erhalt der Artenvielfalt, war der Wunsch entstanden, sich im Dialog mit Landwirten einen Eindruck zu verschaffen über den Zustand der Natur in der Agrarlandschaft und über die Herausforderungen, die sich aus den ökonomischen Gegebenheiten, den bürokratischen Vorschriften und den Ansprüchen des Naturschutzes ergeben.

Klingler, selbst gebürtiger Landwirt, konnte uns in seiner Jagd bei Sächsenheim zu einigen noch intakten Lebensräumen in der sonst oft ausgeräumten Agrarlandschaft führen und die von ihm betreuten Areale machten wirklich den Eindruck von Oasen der Natur. Deutlich wurde dabei, dass seine Maßnahmen zum Erhalt dieser Gebiete nicht ohne Zusammenarbeit mit den Bauern und den Gemeinden möglich ist. So entstanden Blühstreifen entlang der Äcker und es gibt mehr Verständnis für die Erfordernisse des Naturschutzes.

Foto 3: Die salzigen Pfähle sind bei Rehen und Hasen sehr beliebt. © Britta Huber

Oft werden aber immer noch Hecken und Wiesen ohne ökonomische Notwendigkeit mit enormen Maschineneinsatz wie dem Abschlegeln (eine Mähwalze, die alles was wächst bis auf einen halben Zentimeter abschneidet) dezimiert und somit die Lebens- und Nahrungsgrundlage von Insekten, Bodenbrütern und anderen Wildtieren zerstört. Das auch vom Aussterben bedrohte Rebhuhn konnten wir zwar noch beobachten, aber durch die häufigen Mähzeiten verliert es zunehmend die Möglichkeit, seine Brut großzuziehen. Dem Feldhasen ergeht es genauso und er kann von seinen drei Würfen im Jahr meist nur einen Wurf durchbringen.

Eine schonendere Bearbeitung oder weniger und spätere Mahden bringen aber oft ökonomische Nachteile. Laut Klingler gibt es aber den Naturschutz nicht zum Nulltarif und es müsse aufhören, dass unser Wohlstand auf Kosten der Natur gehe. Dabei sieht er nicht nur die Bauern, sondern die ganze Gesellschaft in der Pflicht.

Sein Appell geht auch an die Gemeinden und Bauern, nicht einem falsch verstandenem Umweltbewusstsein nachzueifern, der früher unter dem Schlagwort „Feldhygiene“ bekannt war und so in der Landwirtschaftsausbildung gelehrt wurde. Danach muss alles gerade, auf-/ausgeräumt sein und so einem falsch verstandenem Ordnungssinn genügen. Was aber vielleicht „ungepflegt“ aussieht, ist nur Ausdruck eines pfleglichen Umgangs mit der Natur.

Foto 2: Das Info-Schild spendiert Gerhard Klingler den Landwirten, die in seiner Jagd artenreiche Blühwiesen anlegen. © Britta Huber

An einem Beispiel konnte er zeigen, dass der Landwirt zwar einen Blühstreifen neben seinem Acker stehen ließ, die Gemeinde aber die wertvolle Vegetation neben einem angrenzenden Bachlauf ohne ökonomische Notwendigkeit plattmachte. Der Bachlauf sieht jetzt ordentlich aus, aber die Tiere dort wurden ihrer Lebensgrundlage beraubt.

Da die moderne Landwirtschaft nicht mehr genügend natürliche Lebensräume anbietet, wünscht sich Klingler eine Vielzahl von Rückzugsräumen für Pflanzen und Tiere, die durch Korridore miteinander vernetzt sind. (wie es durch die Heinz Sielmann Stiftung im westlichen Bodenseegebiet bereits großräumig praktiziert wird. www.sielmann-stiftung.de)

Diesem Miteinander von Mensch und Natur muss aber ein Dialog vorausgehen – zwischen Produzent und Verbraucher, Stadt und Land, Gemeinden und ihren Bürgern.

Werner Binnen

Für DIE GRÜNEN Ochsenfurt

04Jun

Artenschutzführung in Hettstadt

Mit gutem Beispiel voran

Grüne informieren sich in Hettstadt über Maßnahmen zum Artenschutz

Auf Einladung von Karen Heußner, Fraktionsvorsitzende im Würzburger Kreistag, trafen sich Grüne aus dem Landkreis, um sich bei Klaus Gottschlich, dem Umweltbeauftragten von Hettstadt und Leiter der Umweltinitiative „Runder Tisch“, über Maßnahmen zum Artenschutz zu informieren. Begleitet von Marion Betz, Vorsitzende des Bund Naturschutz Hettstadt und Mitglied des Runden Tisches, zeigte Gottschlich bei einer Wanderung durch die Hettstadter Flur, wie vorbildlich und konsequent Aktionen zum Erhalt unserer Natur und Umwelt umgesetzt werden können.

Das Beispiel einer Wiese stach heraus. Vor mehreren Jahren wurde hier eine dauerhafte Blühmischung gesät. Heute ist es das Zuhause von zahlreichen Insekten. Wildbienen und Schmetterlinge tummeln sich zwischen den Pflanzen. Mithilfe des Runden Tisches sei es gelungen, meint Gottschlich, eine Vernetzung von wertvollen Ökoflächen zu schaffen, wo selbst auf den Wegen das Gras stehen bleiben darf. So entstand ein Lebensraum, der Nahrung für alle Arten von Insekten bietet, aber auch Schutz für Niederwild wie Hasen oder Rebhühner. Heute ist die Wiese ein lehrreiches Beispiel, wie ein Boden mit geringer Qualität mittels Blühmischungen in eine wertvolle Ökofläche verwandelt werden konnte. Ein schönes Beispiel aber auch, wie Mensch und Natur wieder zusammenkommen. Landwirten entstehen dabei übrigens keine Kosten. Sie werden mit Fördermitteln des Freistaats schadlos gehalten. Gottschlich und Betz zeigten den Grünen schließlich auch ein Waldstück, das ganz der Natur überlassen wurde. Es ist Eigentum der Gemeinde und wurde für 20 Jahre aus der Bewirtschaftung genommen.

All das wäre ohne den Runden Tisch, an dem die unterschiedlichsten Parteien zusammenfinden, nicht möglich gewesen. Gottschlich betont daher, dass die Umweltinitiative von allen Fraktionen im Gemeinderat und von der Bürgermeisterin getragen und unterstützt wird. Mit am Runden Tisch sitzen außerdem der Bund Naturschutz, Landwirte, Jäger, Förster und Imker. Gruppierungen also, die früher nicht unbedingt miteinander gesprochen haben. Zugunsten der Natur aber werden hier alte Grenzlinien und Vorurteile überschritten. Gastgeberin Karin Heußner hat daher nicht zuletzt die Umwelt im Sinn, wenn sie feststellt: „wie gewinnbringend es für alle ist, wenn miteinander geredet wird“.

Für Kerstin Celina, MdL und Mitglied des Kreistags Würzburg, ist Hettstadt und die Öko-Modellregion Waldsassengau ein Paradebeispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn die Menschen vor Ort dahinterstehen und sich einbringen können. Sie begrüßte es daher sehr, dass aufgrund des Volksbegehrens zum Artenschutz weitere Öko-Modellregionen eingerichtet werden sollen und wünschte sich, „alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis sollten nach Hettstadt kommen und sich dieses vorbildliche Projekt ansehen.“ Einen Termin schlug sie auch schon vor: Am besten gleich nächstes Frühjahr nach der Kommunalwahl.

Rita Heeg, Kreisrätin und Mitbegründerin des Bund Naturschutzes Hettstadt, betonte, wie gut sich die Ortsgruppe entwickelt hat und wie positiv die Mitwirkung des Bund Naturschutzes in der Gemeinde aufgenommen wird.

Günter Thein, Umweltreferent im benachbarten Veitshöchheim, freute sich über die wertvollen Anregungen und Informationen von Klaus Gottschlich aus ganz besonderem Grund. Nach dem Muster des Runden Tisches plant er für Veitshöchheim die Gründung eines Umweltbeirats. Thein: „Ich wünsche mir für Veitshöchheim eine ähnlich gute und effiziente Zusammenarbeit wie ich sie hier in Hettstadt sehe. Der Runde Tisch zeigt beispielhaft, was möglich ist.“

Klaus Gottschlich sicherte Thein für das Vorhaben seine volle Unterstützung zu und richtete schließlich auch noch eine Bitte an die die Landespolitik. Es wäre fatal, gab er zu bedenken, wenn sich Initiativen wie der „Runde Tisch“ mangels landespolitischer Unterstützung nicht entwickeln könnten. Daher mahnt Gottschlich: „Wir haben die Verantwortung, unseren Kindern eine Welt zu hinterlassen, wie wir selbst sie gerne hätten. Deshalb müssen wir in den Orten handeln und im Landtag muss ein günstiger Rahmen dafür geschaffen werden.“ Ganz konkret gab er Kerstin Celina den Wunsch mit, im Landtag dafür zu sorgen, dass Blühwiesen, die jetzt angelegt werden, nicht, wie das derzeitige Förderprogramm vorsieht, nach fünf Jahren umgebrochen werden müssen. Um Insekten und anderen Tieren dauerhaft Schutz zu gewähren, müsse dringend eine flexiblere Lösung gefunden werden.

01Jun

Wie glaubwürdig ist das neu erfundene Umweltgewissen der CSU

Ein erster Schritt

Mitte Mai wies der Bund Naturschutz auf den alarmierenden Rückgang selbst so weit verbreiteter Amphibien wie den Grasfrosch hin. Frösche, Kröten, Unken, Molche, Salamander, sie alle haben unter den ungewöhnlich hohen Temperaturen des letzten Sommers extrem gelitten. Von den rund 6.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Bund Naturschutz, die für die sichere Straßenüberquerung der Amphibien zu deren Laichzeiten sorgen, wurde dieses Jahr ein Rückgang von 40 bis 60 Prozent beobachtet. In Einzelfällen waren es sogar 90 Prozent.

Ohne Frage macht sich auch in diesem Fall ganz wesentlich das klimabedingte Artensterben bemerkbar. Aber die für die Studie Verantwortlichen lassen keinen Zweifel daran, dass der festgestellte Rückgang offensichtlich durch politische Versäumnisse befördert wurde. „Auch der umfangreiche Einsatz von Pestiziden trägt zum allmählichen Verschwinden unserer Amphibien bei. Darum ist es wichtig, dass die Inhalte des erfolgreichen Volksbegehrens zur Artenvielfalt nun ins bayerische Naturschutzgesetz aufgenommen werden“, fordert Thomas Frey, der Regionalreferent des Bund Naturschutz für den Bereich Schwaben.

Natürlich freuen wir uns alle über blühende Ackerflächen oder auch nur Blühstreifen am Rande. Doch das Verteilen von Blumensamen ist vielleicht gut gemeint, kann aber immer nur ein erster Schritt sein. Nachhaltigkeit fängt an, wenn die angelockten Tiere auf der dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten Fläche auch ein ungefährdetes Zuhause finden. Aufgabe grüner Politik ist es, diese Sicherheit zu gewährleisten.

28Mai

Europa hat gewählt

und wir Grünen haben ein fantastisches Ergebnis bekommen!

In Veitshöchheim erhielten wir 23.32%,

somit 9,44% mehr als bei der letzten Europawahl 2014.

Vielen Dank allen Wählern

und

ganz besonderen Dank allen fleißigen Helfer*innen im Wahlkampf

14Mai

Robert Habeck kommt!

 

14Mai

Kerstin Celina zu Europa im Naturfreundehaus

Europa. Die beste Idee, die Europa je hatte

Bürger diskutieren mit der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina über Europa, Naturfreundehaus am 12.05.2019

Ein wunderbarer Tag um über die Zukunft Europas zu sprechen. Der Regen der Vortage hatte aufgehört und die Sonne beschien den idyllischen Biergarten des Naturfreundehauses. Mit Blick auf die bevorstehende Europawahl am 26.05.2019 hatten die Veitshöchheimer Grünen zu Kaffee und Kuchen geladen und boten den Gästen die Gelegenheit mit der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina über Positionen grüner Politik zu diskutieren.

Günter Thein und Christina Feiler, die Initiatoren des Treffens, begrüßten die Gäste und stellten die Politikerin vor. Kerstin Celina stammt aus dem nahegelegenen Kürnach, ist Kreisrätin, Gemeinderätin und Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Gerade kommt sie von einer Veranstaltung der Kürnacher Feuerwehr, bei der sie sich seit siebzehn Jahren engagiert.

Bevor es aber zum Gespräch kommt, umreißt Celina die Eckpunkte grüner Europapolitik. Sie unterstreicht die Bedeutung des Staatenbundes für die friedliche Entwicklung des Kontinents seit mehr als siebzig Jahren, legt aber auch den Finger in die Wunde, wenn sie von den unterschiedlichen Strömungen spricht, die aktuell an dem Zusammenhalt zerren.

Insbesondere die erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hinzugestoßenen Staaten des Ostens müssen stärker mit ihren Problemen wahrgenommen und integriert werden. Gleichzeitig aber gilt es, sich von Wortführern wie Victor Orban deutlich abzugrenzen und dem Ungarn keine Bühne für seine antidemokratischen Bestrebungen zu geben. Das Liebäugeln mit Orbans Politik hat die CSU, allen voran deren Gallionsfiguren Seehofer und Söder, als Vertreter einer egoistischen, allein an nationalstaatlichen Interessen orientierten Machtpolitik entblößt.

Der Rückfall in nationalstaatliches Denken aber ist die zweite große Bedrohung des europäischen Gedankens. Eine Partei wie die AfD vertritt diese Entwicklung in Deutschland. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, wie sich die AfD zunächst als Sprachrohr EU-skeptischer Ökonomen etablierte. Heute aber ist die AfD ein gefährliches Sammelbecken für jede Art europafeindlicher Gesinnung. In wahlloser Verbrüderung mit nationalstaatlich gesinnten Parteien führt sie nun auf internationaler Ebene ihr Konzept destruktiver Konsensverweigerung fort.

Mit diesem Kurzdurchlauf durch die jüngere Geschichte Europas stellt Celina die Probleme der Durchsetzung europäischer Politik und eines durch die westliche Geschichte geprägten Wertekanons in den Vordergrund. Auf die Darlegung der ohnehin viel diskutierten Details grüner Umweltpolitik verzichtet sie. Doch kommt sie ins Schwärmen, als es um die Frage des umweltpolitischen Engagements der Jugendlichen geht. Fridays for Future sei zwar der große Magnet, der viele Jugendliche anzöge. Aber deren Engagement erschöpfe sich bei weitem nicht mit dem Demonstrieren. Das Interesse an direkter Einflussnahme sei groß. Sie freut Sich schon auf den Abend. Da findet in Würzburg eine Veranstaltung mit dem jüngsten grünen Landtagsabgeordneten, Florian Sieckmann, zu Europa statt, an der sie teilnimmt.

Einen Stimmenanteil von 20%, das ist das Ziel der Grünen bei der Europawahl. Klingt gut – und sollte nach dem Eindruck an diesem Tag auch machbar sein.

03Mai

Europa bei Kaffee und Kuchen

Sonntag, 12. Mai 2019, 14:00 Uhr

Europa bei Kaffee und Kuchen

Eine Veranstaltung zur Europawahl mit Kerstin Celina MdL im Naturfreundehaus Veitshöchheim, Sendelbachstr. 146. Bei schönem Wetter findet die Veranstaltung im idyllischen Biergarten am Naturfreundehaus statt, bei „schlechtem“ Wetter ist Platz im Haus. Für Kaffee, Kuchen und andere Getränke ist gesorgt. Vielen Dank an die Naturfreunde!

Das Naturfreundehaus hat eine Ladestation für e-bikes!

Auch Sie sind herzlich dazu eingeladen

03Mai

Blühstreifen – aber richtig!

Günter Thein
Gemeinderat der Gemeinde Veitshöchheim, Umweltreferent des Gemeinderates

Tel.: 0931-93657, email: guenterthein@arcor.de
Pressemitteilung als Ergänzung zum Artikel „Blühstreifen entlang der Ackerränder“ in der Mainpost vom 18. April 2019:

 

Blühstreifen – aber richtig!

Das Volksbegehren zum Artenschutz war überaus erfolgreich, deshalb kommen erfreulicherweise von den verschiedensten Seiten Vorschläge, wie der Artenschwund gestoppt werden kann.

Wie in der Mainpost berichtet, hat Mitte April der Veitshöchheimer Gemeinderat beschlossen, Blühstreifen an Ackerrändern zu fördern. Eine gute Initiative. Aber leider nur auf den ersten Blick. Denn trotz Einspruch wurde es verabsäumt, die Förderung von 0,17 € je m² an qualitative Bedingungen zu binden.

Dabei wäre das so wichtig gewesen. Denn nun ist es fraglich, ob die sicherlich hübsch anzuschauenden Blühstreifen auch die erhoffte ökologische Nachhaltigkeit entfalten – oder ob sie nicht das Gegenteil bewirken und für die Insekten sogar zu einer tödlichen Falle werden. Die Einwände liegen auf der Hand: Denn sollten auch nur in der Nähe dieser Flächen Pestizide gespritzt werden, wird die vermeintliche ökologische Oase unweigerlich zum Massengrab für all die Tiere, die man doch gerade schützen wollte.

Weil man hier leicht etwas falsch machen kann, haben sich verschiedene Institutionen mit dem Thema befasst. Der Landesbund für Vogelschutz beispielsweise hat eine aufschlussreiche Checkliste für die ökologisch richtige Anlage von Blühstreifen zusammengestellt. Zu den auf ihrer Website* genannten Kriterien gehören u.a.:

eine Mindestbreite von 10 bis 15 m

die dauerhafte Anlage über einen Zeitraum von mindestens 3, besser 5 Jahre

Bodenbewirtschaftung wie Mulchen, Düngung und Pestizideinsatz muss in diesem Zeitraum unterbleiben

Selbst die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat sich mit dem Aufruf „Blühstreifen und Blühflächen richtig anlegen“* im Sinne nachhaltiger Ökologie an die Bauern gewandt:

Auf die Anwendung von Düngern und Pflanzenschutzmitteln in den Blühstreifen/-Blühflächen ist zu verzichten (Abstand halten!)

Ein Schwarzbrachestreifen als Puffer zur Kulturfläche wäre deshalb ökologisch sehr wertvoll.

Die Breite von Blühstreifen soll mindestens 3m betragen

Darüber hinaus unterscheidet die Landesanstalt für Landwirtschaft aber auch vier Stufen der richtigen Saatwahl mit abgestufter ökologischer Wertigkeit der Blühflächen:

Einjährige Mischungen, die mit der Kultur abgemäht werden

Einjährige Mischungen, die bis in den Winter stehen bleiben

Mehrjährige Mischungen, die mit der Kultur abgemäht werden, aber im Folgejahr wiederkommen

Mehrjährige Mischungen, die ohne Eingriffe über viele Jahre
stehen bleiben können

Diese Einwände waren dem Gemeinderat bekannt. Die Grünen hatten sie vorgetragen. Es ist daher nicht leicht nachzuvollziehen, warum sich die Verantwortlichen in Veitshöchheim darüber hinweggesetzt haben. Sicherlich sind die Blühstreifen an Ackerrändern eine Bereicherung für das menschliche Auge und bieten Tieren Schutz und Futter. Unabdingbar ist aber eine gute Planung und Orientierung an fachlichen Vorgaben. Denn nicht jede gut gemeinte Tat führt automatisch zu einem guten Ende.

*Weitere Infos unter:

https://www.lbv.de/naturschutz/standpunkte/landwirtschaft/bluehstreifen-im-ackerland/

https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/merkblaetter/p_41570.pdf

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11Mrz

Mahnwache zu Fukushima

Pressemitteilung:

Mahnwache am Fukushima – Gedenktag

Veitshöchheimer Grüne gedenken dem Atomunfall in Japan

Acht Jahre ist es her, da hielt die Welt den Atem an. In Japan war es zum Super-Gau gekommen. Am 11. März 2011 gab es ein Erdbeben der Stufe 9 in Japan, dies führte zu einem Tsunami und dieser wiederum führte zu einem Super-Gau im Atomkraftwerk Fukushima I. Die Grünen in Veitshöchheim nahmen diesen Jahrestag zum Anlass für eine Mahnwachte auf dem Kirchplatz in Veitshöchheim.

2001 war in Deutschland weiterlesen »

09Mrz

Verlegung Behindertenparkplatz

Der grüne Antrag auf Verlegung des Behindertenparkplatzes auf der Fläche des Grünen Marktes wurde am 6.3.2019 im Hauptausschuss behandelt. Beschlossen wurde, dass der bisherige Behindertenparkplatz bestehen bleibt. Zusätzlich wird am Parkplatz südlich der Mainfrankensäle ein weiterer Behindertenparkplatz ausgewiesen. Wir freuen uns, dass damit die Interessenskonflikte freitags während des Grünen Marktes beendet sind.