Grüne halten am Gemeinderatsbeschluss zur Reduzierung der Weihnachtsbeleuchtung fest
Pressemitteilung:
Im Februar 2012 wurde im Gemeinderat beschlossen, die Weihnachtsbeleuchtung im Veitshöchheimer Altort zu reduzieren. BefürworterInnen fanden sich in fast allen Fraktionen. Der Verkehrs- und Gewerbeverein Veitshöchheim initiierte daraufhin eine Unterschriftenaktion zur Beibehaltung der bisherigen Weihnachtsbeleuchtung. Auch die junge Union spricht sich in ihrer Presseerklärung dafür aus. Jürgen Götz von der Veitshöchheimer Mitte beantragte deshalb eine Behandlung des Themas im nächsten Hauptausschuss.
Bündnis 90/ Die Grünen kritisieren die einseitige Argumentation der Gegner dieser Reduktion. Immer wird argumentiert, dass die Reduzierung für die Gemeinde keinen Nutzen bringe da sich durch die Umstellung der Weihnachtsbeleuchtung auf LED die Energiekosten massiv verringern würden und sich deshalb durch die Reduzierung kaum Kosten einsparen lassen würden. Auch die Argumentation der Jungen Union „Sicherlich seien für manchen Bewohner des Altortes die Pfähle störend bezüglich der sowieso schon schwierigen Parksituation, aber die fünf Wochen im Jahr, an dem die Weihnachtsbeleuchtung im gepflasterten Bereich des Veitshöchheimer Altortes aufgestellt ist, sind den Anwohnern zuzumuten“ geht an der eigentlichen Problematik vorbei:
Durch die Weihnachtsbeleuchtung werden Barrieren aufgebaut!
Die Weihnachtsbeleuchtung stellt für viele Menschen eine enorme Barriere dar, so können Menschen im Rollstuhl oder mit einem Rollator oder Eltern mit Kinderwagen die engen Fußwege durch die Pfosten kaum noch nutzen. Die Weihnachtsbeleuchtung geht somit auf Kosten dieser Personen. Die unter anderem in der Gemeinderatssitzung im Februar geäußerten Einwände, dass wir ja einen verkehrsberuhigten Bereich im Altort hätten, so dass jeder auf der Straße gehen dürfe, können wir nur als zynisch ansehen. Jeder kennt die Situation im Altort, von Verkehrsberuhigung kann wohl keine Rede sein. Mal kurz auf die Straße und dann wieder auf den Gehweg ist für Personen mit Bewegungseinschränkung auch nicht so leicht möglich, da die erhöhten Gehwege nur schwer überwindbar sind.
Am 30. März 2007 wurde in Deutschland die UN – Behindertenrechtskonvention (Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung) unterzeichnet.
In Artikel 9 (Zugänglichkeit) der Konvention wird gefordert, dass Barrierefreiheit herzustellen ist. Auch in Veitshöchheim haben wir noch einen weiten Weg zur Erfüllung dieses Rechtes vor uns, deshalb ist es nicht akzeptabel zusätzliche Barrieren aufzubauen und damit der UN – Konvention klar zu widersprechen.
Bündnis 90/ Die Grünen sprechen sich deshalb weiterhin für eine Reduzierung der Weihnachtsbeleuchtung auf den Kernbereich des Altortes aus, und regen an, auch in diesem Bereich Engstellen soweit möglich zu vermeiden.
Günter Thein

Verwandte Artikel
Es tut uns leid, wenn wir Sie enttäuschen mussten
Leider ist der blog vor fast zwei Wochen verschwunden und der Host hat so lange gebraucht ihn wieder sichtbar zu machen. Ab jetzt finden Sie wieder alle Veranstaltungen und Termine!
Weiterlesen »
Wärmepumpe im Altbau – Machbarkeit und Förderung
Die Wärmepumpe sorgt seit einigen Jahren für Aufregung, schon die Begrifflichkeiten können irritieren. Wann ist sie sinnvoll? Kann ich sie mir leisten? Bekomme ich meine Wohnung/mein Haus damit warm? Fragen…
Weiterlesen »
mit Apfelpunsch, Kaffee, Kuchen und als besondere Attraktion Drehorgel und Rikscha
die Kulisse am Höchheimer Steg zieht an, auch wir kommen immer wieder gerne hier her. Zum traditionellen Brückenpunsch können Sie uns treffen, unseren Landratskandidaten Sven Winzenhörlein und die grünen Kandidierenden…
Weiterlesen »