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Pressemitteilungen

 

 

23Jul

Erhaltenswertes Kleinod am Rande Veitshöchheims

Der Bürgergarten der Karin Kissel

von links: Christina Feiler, Karin Kissel, Günter Thein, Albrecht Oldenbourg

Zu den kleinen, besonderen Sehenswürdigkeiten von Veitshöchheim gehört auch der Bürgergarten.   

Man kann ihn entdecken, wenn man dem idyllischen Weg entlang des Mains zur Staustufe Erlabrunn folgt. Versteckt liegt er direkt an der Mainlände wenige Meter hinter der Abwasserreinigungsanlage am Ende der Thüngersheimer Straße.

Der kleine Ausflug in die Natur lohnt sich auf jeden Fall. Denn er kann sich, wenn man will, zu einer ebenso wunderbaren wie erkenntnisreichen Zeitreise ins Mittelalter verwandeln. Die offizielle Bezeichnung Bürgergarten führt also leider etwas in die Irre und trifft nicht annähernd das, was dieses botanische Kleinod am Rande Veitshöchheims tatsächlich zu bieten hat. Mit ihrer Aufgliederung in Heil-, Nutz- und Zierpflanzen entspricht die Anlage den mittelalterlichen Vorstellungen eines Klostergartens sowohl in Hinblick auf praktische, autarke Versorgung mit Heil- und Lebensmitteln als auch dem Wunsch nach einem spirituellen Hort für Gebet und innere Einkehr.

So stehen die Heilpflanzen nicht ganz zufällig im Mittelpunkt des Gartenkonzepts. Ihre Auswahl und Anordnung gehen auf den im 9. Jahrhundert lebenden Benediktinerabt Walahfrid von der Reichenau (Walahfrid Strabo) und den nach ihm benannten Strabo-Garten zurück.  Mit seinem als Hortulus (Gärtlein) bekannt gewordenen 23 strophigen Lehrgedicht hat Walahfrid Strabo eines der einflussreichsten gartenkundlichen Werke des Mittelalters verfasst. Ein am Gartenzaun angebrachter Zeitungsartikel und zum Mitnehmen angebotene Prospekte berichten davon.

Mehr allerdings erfährt man über das Projekt, wenn man zu den Öffnungszeiten Karin Kissel antrifft. Die ehemalige Architektin hatte nicht nur die Idee zu dem Garten, sondern sorgte auch mit großem persönlichem Einsatz für seine Umsetzung. Hilfe bekam sie von Bekannten und einer Hand von Freiwilligen, darunter auch Migranten, die teilweise nur zufällig vorbeikamen, oder wie Christian, der vergangenes Jahr beim Tag der offenen Gärten sich das Projekt ansah.

„Ich habe mir überlegt, was Menschen eine Freude machen könnte. Einen Ort vielleicht, an dem sie unbeschwert sind und der ihnen ein Lachen ins Gesicht zaubern kann“, erklärt Karin Kissel ihre Motivation. „Da war die Idee mit dem Garten, der Natur, einem Platz, an dem man frei Atmen und den blauen Himmel sehen kann, sofort da.“ So ist der Strabo-Garten letztlich eben doch auch ein Bürgergarten, selbst wenn Karin Kissel den Namen Heilkräutergarten bei Weitem vorzieht. Der Eintritt ist jedenfalls kostenlos und der Garten für alle offen, die sich für Pflanzen und Heilkräuter interessieren. Selbst Feste dürfen auf Anfrage hier gefeiert werden. Und natürlich kommen regelmäßig Schulklassen und Kindergärten aus Veitshöchheim und Umgebung zu Besuch.

Aktuell aber hat der Garten Sorgen. Die ohnehin nur provisorische und mit Klebeband geflickte Hütte müsste erneuert werden, damit die untergestellten Geräte und Möbel auch vor dem Regen sicher sind und den Winter überstehen. Das scheint ein Problem für die Gemeinde zu sein. Bislang stand sie dem Projekt allerdings aufgeschlossen gegenüber, hat die Reparatur des Brunnens und überhaupt die Pachtgebühr übernommen. Ohne weitere Hilfe jedoch ist das bürgernahe Konzept gefährdet. So wandte sich Karin Kissel mit der Bitte um Unterstützung an die Grünen. In einem fast zweistündigen Termin ließen sich am 18.07. die Ortsvorsitzenden Christina Feiler und Günter Thein von der Initiatorin über das Gartenkonzept, dessen Möglichkeiten für die Bürger und den aktuellen Stand der Dinge informieren. Das Fazit: „Der Garten mit seinem kulturellen, sozialen und ökologischen Anspruch ist es wert, der Gemeinde erhalten zu bleiben. Alles wächst und gedeiht hier ganz ohne den Einsatz von Chemie. Man sollte deshalb auch stärker für ihn werben.“  Dieser Garten kann vorbildhaft zeigen, wie man ohne Gift im Einklang mit der Natur pflanzen und ernten kann.

Um den Strabogarten zu stärken, überlegt Frau Kissel, den Garten in einen Verein einzubringen, erste Gespräche dazu sind schon vereinbart.

Gerne sagten die beiden Mitglieder des Gemeinderats daher Frau Kissel ihre Unterstützung bis hin zu gemeinsamen Aktionen zu.

 

08Jul

Tipps für den naturnahen Garten

Veitshöchheim: In der Natur zuhause

Nach dem großartigen Erfolg des Volksbegehrens zum Erhalt der Artenvielfalt haben wir Grüne uns gefragt, was können wir Veitshöchheimer in unserem privaten Umfeld ohne großen Aufwand für die Umsetzung des Volksbegehrens tun“, sagt Günter Thein, Umweltreferent von Veitshöchheim und Ortsvorsitzender von den Grünen. „Das Ergebnis war diese kleine Broschüre, die mit ihren Ratschlägen zu einem umweltfreundlichen, naturnahen Garten weniger Anleitung sein will als Anregung, selbst aktiv zu werden“, ergänzt Christina Feiler, ebenfalls Ortsvorsitzende und Bezirksrätin der Grünen. Sie verweist darauf, welche Bedeutung Gemeinden wie Veitshöchheim für den eingeforderten Schutz der Arten zukommt. Und die ist nicht zu unterschätzen. Bundesweit addieren sich Haus- und Schrebergärten zu einer Fläche von 15 000 Quadratkilometern auf, einer Fläche, die so groß ist, wie alle Naturschutzgebiete zusammengenommen. Von Peter Berthold, dem ehemaligen Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie, stammt das Beispiel, dass schon bei einem Zehntel dieser Fläche dreißig Millionen Singvögel eine Heimat finden und ihre Jungen aufziehen könnten. Voraussetzung wäre allerdings, dass es sich dabei um naturnah bepflanzte Gärten handelt.

„Ja“, Günter Thein lacht, „wir Grünen sind doch alle Optimisten und glauben fest daran, dass wir etwas verbessern können. Für mich als Umweltreferenten der Gemeinde ist es auf jeden Fall eine schöne Vorstellung, dass das blumenfreundliche, park- und gartenreiche Veitshöchheim dazu einen Beitrag leistet.“

Das sechseitige Faltblatt sollten Sie im Laufe der nächsten Tage in Ihrem Briefkasten finden. Falls nicht, können Sie es hier

herunterladen – oder Sie fordern es bei den Grünen per E-Mail quenterthein@arcor.de an.

 

07Jun

Zu den Inseln des Lebens

Grüne Exkursion in die Sächsenheimer Flur

Foto 1: Die Exkursionsteilnehmer in einem artenreichen Blühstreifen. © Werner Binnen

Der anspruchsvolle Titel, ein von Gerhard Klingler, Kreisobmann der Jäger, geprägter Ausdruck für intakte Lebensräume in der Agrarlandschaft, lockte auf Einladung der GRÜNEN Ochsenfurt einige Städter und Bauern gleichermaßen in den Ochsenfurter Gau. weiterlesen »

04Jun

Artenschutzführung in Hettstadt

Mit gutem Beispiel voran

Grüne informieren sich in Hettstadt über Maßnahmen zum Artenschutz

Auf Einladung von Karen Heußner, Fraktionsvorsitzende im Würzburger Kreistag, trafen sich Grüne aus dem Landkreis, um sich bei Klaus Gottschlich, dem Umweltbeauftragten von Hettstadt und Leiter der Umweltinitiative „Runder Tisch“, über Maßnahmen zum Artenschutz zu informieren. Begleitet von Marion Betz, Vorsitzende des Bund Naturschutz Hettstadt und Mitglied des Runden Tisches, zeigte Gottschlich bei einer Wanderung durch die Hettstadter Flur, wie vorbildlich und konsequent Aktionen zum Erhalt unserer Natur und Umwelt umgesetzt werden können. weiterlesen »

14Mai

Kerstin Celina zu Europa im Naturfreundehaus

Europa. Die beste Idee, die Europa je hatte

Bürger diskutieren mit der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina über Europa, Naturfreundehaus am 12.05.2019

Ein wunderbarer Tag um über die Zukunft Europas zu sprechen. Der Regen der Vortage hatte aufgehört und die Sonne beschien den idyllischen Biergarten des Naturfreundehauses. Mit Blick auf die bevorstehende Europawahl am 26.05.2019 hatten die Veitshöchheimer Grünen zu Kaffee und Kuchen geladen und boten den Gästen die Gelegenheit mit der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina über Positionen grüner Politik zu diskutieren.

Günter Thein und Christina Feiler, die Initiatoren des Treffens, begrüßten die Gäste und stellten die Politikerin vor. Kerstin Celina stammt aus dem nahegelegenen Kürnach, ist Kreisrätin, Gemeinderätin und Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Gerade kommt sie von einer Veranstaltung der Kürnacher Feuerwehr, bei der sie sich seit siebzehn Jahren engagiert.

Bevor es aber zum Gespräch kommt, umreißt Celina die Eckpunkte grüner Europapolitik. Sie unterstreicht die Bedeutung des Staatenbundes für die friedliche Entwicklung des Kontinents seit mehr als siebzig Jahren, legt aber auch den Finger in die Wunde, wenn sie von den unterschiedlichen Strömungen spricht, die aktuell an dem Zusammenhalt zerren. weiterlesen »

03Mai

Europa bei Kaffee und Kuchen

Sonntag, 12. Mai 2019, 14:00 Uhr

Europa bei Kaffee und Kuchen

Eine Veranstaltung zur Europawahl mit Kerstin Celina MdL im Naturfreundehaus Veitshöchheim, Sendelbachstr. 146. Bei schönem Wetter findet die Veranstaltung im idyllischen Biergarten am Naturfreundehaus statt, bei „schlechtem“ Wetter ist Platz im Haus. Für Kaffee, Kuchen und andere Getränke ist gesorgt. Vielen Dank an die Naturfreunde!

Das Naturfreundehaus hat eine Ladestation für e-bikes!

Auch Sie sind herzlich dazu eingeladen

03Mai

Blühstreifen – aber richtig!

Günter Thein
Gemeinderat der Gemeinde Veitshöchheim, Umweltreferent des Gemeinderates

Tel.: 0931-93657, email: guenterthein@arcor.de
Pressemitteilung als Ergänzung zum Artikel „Blühstreifen entlang der Ackerränder“ in der Mainpost vom 18. April 2019:

 

Blühstreifen – aber richtig!

Das Volksbegehren zum Artenschutz war überaus erfolgreich, deshalb kommen erfreulicherweise von den verschiedensten Seiten Vorschläge, wie der Artenschwund gestoppt werden kann.

Wie in der Mainpost berichtet, hat Mitte April der Veitshöchheimer Gemeinderat beschlossen, Blühstreifen an Ackerrändern zu fördern. Eine gute Initiative. Aber leider nur auf den ersten Blick. Denn trotz Einspruch wurde es verabsäumt, die Förderung von 0,17 € je m² an qualitative Bedingungen zu binden.

Dabei wäre das so wichtig gewesen. Denn nun ist es fraglich, ob die sicherlich hübsch anzuschauenden Blühstreifen auch die erhoffte ökologische Nachhaltigkeit entfalten – oder ob sie nicht das Gegenteil bewirken und für die Insekten sogar zu einer tödlichen Falle werden. Die Einwände liegen auf der Hand: Denn sollten auch nur in der Nähe dieser Flächen Pestizide gespritzt werden, wird die vermeintliche ökologische Oase unweigerlich zum Massengrab für all die Tiere, die man doch gerade schützen wollte. weiterlesen »

11Mrz

Mahnwache zu Fukushima

Pressemitteilung:

Mahnwache am Fukushima – Gedenktag

Veitshöchheimer Grüne gedenken dem Atomunfall in Japan

Acht Jahre ist es her, da hielt die Welt den Atem an. In Japan war es zum Super-Gau gekommen. Am 11. März 2011 gab es ein Erdbeben der Stufe 9 in Japan, dies führte zu einem Tsunami und dieser wiederum führte zu einem Super-Gau im Atomkraftwerk Fukushima I. Die Grünen in Veitshöchheim nahmen diesen Jahrestag zum Anlass für eine Mahnwachte auf dem Kirchplatz in Veitshöchheim.

2001 war in Deutschland weiterlesen »

02Feb

Volksbegehren „Rettet die Bienen“

Pressemitteilung

Die ersten Unterschriften für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“

Grüne Fraktion gemeinsam im Rathaus

Die Grünen im Gemeinderat Veitshöchheim, Christina Feiler, Günter Thein und Holger Kess waren zusammen im Rathaus Veitshöchheim, um für das heute beginnende Volksbegehren zu unterschreiben und damit die Bedeutung des Volksbegehrens zu unterstreichen.

Zwei Wochen, vom 31. Januar bis zum 13. Februar, besteht nun die Möglichkeit, es den Grünen im Rathaus gleich zu tun. weiterlesen »

02Jan

Auf ein erfolgreiches 2019

Wir wünschen allen Besuchern des Grünen blogs ein erfolgreiches, gesundes und zufriedenes Jahr 2019!