Aus dem Gemeinderat:
Der Tunnel in der Schönstraße wird nicht für den Autoverkehr gesperrt
Veitshöchheim lädt wenig zum Fahrradfahren ein, starke Steigungen, enge Straßen, keine Fahrradwege, unübersichtliche Tunnel kennzeichnen das Gemeindegebiet. Die Agenda 21 hat deshalb ein Fahrradkonzept erstellt um Fahrradfahren sicherer und damit attraktiver zu machen. Nach der Vorstellung des Konzeptes im Gemeinderat wurde ein Planungsbüro beauftragt einen Teil des Konzeptes zu überprüfen und Vorschläge zu machen. Wie bereits die Agenda 21 kam auch das Planungsbüro zu dem Schluss, dass eine der wichtigsten Maßnahmen für einen attraktiven Fahrradverkehr die Sperrung des Tunnels an der Schönstraße ist. Der Tunnel ist bereits seit vielen Jahren wegen seiner Gefährlichkeit für Fußgänger und Fahrradfahrer im Gespräch, doch für eine Schließung war bisher keine Mehrheit im Gemeinderat zu finden. Frau Liebich, die Verkehrsexpertin / Verkehrsplanerin vom beauftragten örtlichen Planungsbüro Wegner, begründete anschaulich die Notwendigkeit der Sperrung und zeigte auf, dass die Auswirkungen auf den Autoverkehr vermutlich nur gering sein dürften.
Mehrbelastungen der Anwohner durch ein Ausweichen des Autoverkehrs auf die umliegenden Wohnstraßen dürfte ebenfalls als gering einzuschätzen sein, da hauptsächlich ein großräumiger innerörtlicher Ziel-Quellverkehr die Nebenroute Schönstraßentunnel nutzt und im Falle einer Sperrung eher die Hauptrouten z.B. über den Geisberg genutzt werden. Vorgeschlagen wurde aber trotzdem erst einmal die Sperrung für ein Jahr um durch Verkehrsmessungen vor und nach der Sperrung die Auswirkung klar erkennen zu können.
Durch den zunehmenden e-bike – Verkehr stellen Steigungen immer weniger ein Hindernis dar, die Fahrradverbindungen und deren Sicherheit werden dadurch immer bedeutsamer. Der Tunnel Schönstraße ist für Fahrräder, Fußgänger und vor allem für „besonders Schwache“ Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren seit langem eine unzumutbare Gefährdung.
Leider brachten die Fraktionen CSU und UWG nicht den Mut auf, den Versuch einer probeweisen Sperrung zu wagen um anhand konkreter Zahlen fundiert entscheiden zu können.
Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen wurde damit die Chance vergeben endlich zu einer verbesserten Situation für Fahrräder und Fußgänger zu kommen. Sicherheit und Klimaschutz durch weniger Autoverkehr blieben dadurch auf der Strecke.
Muss erst ein schlimmer Unfall passieren bevor sich etwas verändert?
Besonders kritisch aus Grüner Sicht ist es, dass durch die Annahme von Teilen des Fahrradkonzeptes mehr Fahrradverkehr in den Tunnel Schönstraße geleitet wird und damit die Gefahr für Unfälle erhöht statt wie geplant gesenkt wird.
Weitere Informationen über das Fahrradkonzept und die Abstimmung im Gemeinderat erhalten Sie auf der Seite http://www.veitshoechheim-blog.de/
Der Fussgänger ist kaum zu erkennen!

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